Die Blogs der ATE-Experten

Gestenerkennung für Messestand

25. Januar 2012 von Jens Peter Kleinau

Für einen Messestand erstellen wir eine Gestenerkennung. Gestenerkennung ist eigentlich kein Hexenwerk und bei der Verwendung der entsprechenden Verfahren auch mit akzeptablem Umfang umzusetzen. Einige Verfahren basieren auf der Messung von Bewegungen.  Diese Bewegungen im 3 Dimensionalen Raum kann ich mit Hilfe von Geräten wie der Microsoft Kinect 360 oder dem Asus Wavi Xtion messen. Da Gesten in die Tiefe eher für den Sport denn auf einem Messestand interessant sind, kann ich mich auf zwei Dimensionen reduzieren. Nun müssen also nur die vertikalen und horziontalen Veränderungen gemessen werden.

Die meisten Verfahren beruhen auf der Messung von Beschleunigung. Hält mein Arm still, oder bewegt sich mein Arm mit gleichbleibender Geschwindigkeit beim Durchqueren eines Raums, so entsteht bei einer linearem Messung über die Zeit eine gleichförmige Linie. Wird er beschleunigt oder gebremst, so entstehen Ausschläge, Höchstwerte, auf der Achse. Die Anzahl der Höchstwerte sind Kennzeichen dieser Bewegung. Die dabei entstehenden Kurven lassen sich nun mit bekannten, vom System erlernten Gesten vergleichen. Hierbei sind verschiedene Verfahren möglich. Es wird in den einfacherenVerfahren (LTW,DTW) mit Hilfe der quadratischen Euklidischen Distanz eine Auswahl getroffen, welche bekannte Geste nun der vorgeführten ähnelt. Komplexer ist das Hidden Markov Model (HMM) aus der Spracherkennung, bei dem ein Wahrscheinlichkeitsmodell die trainierten Gesten verarbeitet. Während die klassischen Verfahren auf eine Erkennung von 40-70% der Gesten kommen, ist man beim HMM schon teilweise bei 90% der Wiedererkennung. Sehr erfolgsversprechend sind Methoden mit Hierarchischen Klassifikatoren, die aktuell eine Erkennung von 70-100% der Gesten schaffen (je nach Studie).

Insgesamt also ein erfolgsversprechendes Unternehmen. Jedoch nur bis zu dem Moment, wo ein Dutzend verschiedene Personen vor dem Computer stehen und mit den Händen winken. Und auch der Aufwand fällt ins Gewicht, denn wie jeder Messe-Effekt soll er viel bringen und wenig kosten. Das Trainieren des Computers mit Gesten fällt zum großen Teil weg. Da die Personen sehr unterschiedlich winken, ist es kaum möglich dem Computer jede personifizierte Geste anzutrainieren. Auch muss die Erkennung so robust sein, dass sie auch funktioniert wenn ein paar Personen gleichzeitig vor dem PC stehen und gestikulieren.  Eine Implementierung eines komplexen Verfahrens ist vom Aufwand ausgeschlossen und die vorhandenen Umsetzungen sind nur bedingt verwendbar, teilweise in der Erkennung eher schwach oder teuer. Die Anforderungen lauten also:

  1. geringer Aufwand,
  2. nur Gesten erkennen, wenn man die Erkennung durch eine Geste gestartet hat,
  3. nur die Person nehmen, die in der geringsten Entfernung zu dem Gerät steht,
  4. kein Training des Geräts notwendig.

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Android Apps unter Windows 8

12. Januar 2012 von Jens Peter Kleinau

Fällt die Wahl eines Freundes auf das Betriebssystem Android wegen der vielen coolen Apps, dann sollte man so freundlich sein,  kurz mal auf BlueStacks zu verweisen. Denn dies ist eine Software, mit dem die ganze „tolle“ Vielfalt der Android Apps auf Windows zugänglich wird. Auf der CES 2012 hat die Firmenleitung zugesichert, dass die aktuell in der Beta Test Phase befindliche Software für Windows 8 PCs und Tablets zur Verfügung stehen wird. Damit wäre für Windows 7 und Windows 8 ein großer Markt von Anwendungen verfügbar, die über die bereits vorhandenen weit hinaus gehen. Tablet PC Benutzer können somit Microsoft Office und Android Apps auf einem Gerät nutzen, ohne wie bisher das Betriebssystem im Dual Boot umzustellen.

Ich habe mich selbstredend für den Beta Test eingetragen und freue mich schon auf den Spaß.

Expression Blend 5 und Visual Studio Hotfix

4. Oktober 2011 von Jens Peter Kleinau

In der aktuellen Deverloper Preview von Expression Blend 5 wird der geneigte XAML/C# Entwickler seine schlimmsten Alpträume verwirklicht sehen: ausschließlich Unterstützung für HTML5/CSS3 und Javascript. Diese ist recht gut gelungen, aber das wird nur wenig trösten. Vor allen vor der Perspektive, dass die Visual Studio 11 Developer Preview starke Probleme hat, XAML in einer akzeptablen Form editieren zu können.

Der Editor sowohl für XAML wie auch für HTML5/CSS3 innerhalb Visual Studio 8 ist mit Expression Blend identisch. Da Expression Blend 5 in der CTP aktuell kein XAML kann und auch die Umsetzung des Codes in ein Programm nicht besonders überzeugt, war der Dämpfer auf die Freude über das tolle Touch Design nachvollziehbar.

Zum Glück brachte Micrososft ein Hot Fix für die Developer Preview von Visual Studio 11 heraus, dass man hier herunterladen kann: Download Link. Die Benennung von Visual Studio 11 CTP als Visual Studio vNext sollte nicht iritieren, wenn man die Roadmap für Developer Studio kennt.

Windows 8 – live von der Build Conference – Touch, Sensoren

16. September 2011 von Jens Peter Kleinau

Jason Strayer, Program Manager bei Microsoft, kommt aus dem Xbox Umfeld und hält den Vortrag „From touch to gamepads: master player inputs in your metro style game“.

Schnell wird deutlich, dass ob es nun ein Spiel oder eine andere Endkunden-Anwendung sei, die Anzahl der Formfaktoren der Geräte genauso wie die Anzahl der Eingabemöglichkeiten, die Entwickler und Designer vor neue Herausforderungen stellt. Es müssen nicht nur die Maus und das Keyboard, sondern auch Touch, Gamepads und Sensoren unterstützt werden.
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Windows 8 – live von der Build Conference – Team Foundation Server 11

16. September 2011 von Jens Peter Kleinau

„Developer collaboration with Team Foundation Server 11“ wird am Freitag morgen von Jamie Cool, dem Group Manager TFS, in einem gut gefüllten Saal präsentiert.

In dem Vortrag geht es um die Zusammenarbeit der Entwickler in Visual Studio 11 und demTeam Foundation Server 11. Die Themen sind Code-Review, die neue „My Work“-Experience und den neu gestalteten Team Explorer. Hier hat man auch zur Kenntnis genommen, dass die neuen Bildschirme 16:9 sind und alle Oberflächen an die Seite geholt, die dort hinpassen.

Der Team Explorer in Visual Studio 11 ist nicht nur neu gestaltet, sondern optimiert für Performanz und Low Bandwith. Es wird nur geladen, was man braucht und somit gestaltet sich das für den Entwickler mehr flüssig als der bisherige. In der Gestaltung wurden die Bedürfnisse der Entwickler in den Vordergrund geholt. Da die organisatorischen und fachlichen Arbeiten im Explorer über die Weboberfläche erfolgen, konnte der Team Explorer im Visual Studio sich auf die Bedürfnisse der Entwickler konzentrieren.
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Windows 8 – live von der Build Conference – Failover mit Windows Server 8

15. September 2011 von Jens Peter Kleinau

“Designing systems for continuous availibility – multi-node with remote file storage“ ist ein Track der von Jim Pinkerton und Claus Joergensen gehalten wird.  Es geht um “File Storage”. Darunter versteht man nicht unbedingt die lokale Festplatte, sondern einen beliebigen Ort, auf dem Dateien gespeichert werden können. Server-Anwendungen speichern Daten auf verschiedenen Medien, die untereinander abgestimmt werden müssen. Dabei ist den Anwendungen eigentlich egal, in welchem Format diese Daten binär abgelegt sind, so lange sie im entsprechenden Dateizugriffsformat verfügbar gemacht werden.  Auf den Microsoft-Systemen lösten 2006 (seit Vista) die Server Message Blocks der Version 2 das alte Protokoll ab. Nun sprechen die Vortragenden über SMB 2.2. Den Rest des Eintrags lesen »

Windows 8 – live von der Build Conference – HTML5 und Javascript Debugging

15. September 2011 von Jens Peter Kleinau

Jeffrey Fisher und Erik Saltwell erläutern in dem Track „Debugging your Metro style Apps using HTML“, was Visual Studio und Expression Blend den Entwicklern für die Diagonse der Anwendung zu bieten haben.

HTML, CSS und JavaScript auf Windows 8 betriffen verschiedene Sprachsysteme. Zum einen die imperativen Sprachen, die auf den Ablauf, den Prozess  und den Inhalt Einfluss haben, zum anderen deklarative Sprachen, die eigentlich nur auf die optische Darstellung und den Inhalt Einfluss haben sollten, jedoch auch auf Ereignisse reagieren und Darstellung und Inhalt verändern können.
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Windows 8 – live von der Build Conference – Printing mit HTML oder XAML

15. September 2011 von Jens Peter Kleinau

“Papier ist trotz allem noch ein unverzichtbares Medium. In „Building Metro Style Apps that print“ von Jan Kay und Darren Davis werden die Kontrakte und Elemente beschrieben, die für den Prozess notwendig sind, damit die neuen Metro Apps auch fähig sind, sich in Form von Papier auszudrücken.

Windows 8 und die Metro Style Apps können auf die „Microsoft print experience“ zurückgreifen. Diese ist für alle Sprachen also auch HTML5/Javascript verfügbar. Die Erscheinungsform und auch die Eigenschaften der Print Experience lassen sich modifizieren. Dazu stehen verschiedene Möglichkeiten bereit, so kann man einstellen, welche Optionen und wie sichtbar sein sollen, wie der Inhalt gerendert werden soll, und welches die Default Einstellungen sein sollen. Optionen sind beispielsweise die Orientierung, Anzahl der Kopien, Farbe, Papiergröße usw. Kurzum alles, was wir von dem Einstellungsdialog zum Drucken auch kennen. Optionen, die vom Drucker nicht unterstützt werden, werden ausgeblendet.
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Windows 8 – live von der Build Conference – Anwendungs-Layout mit XAML

15. September 2011 von Jens Peter Kleinau

In dem Vortrag von Tim Heuer, einem XAML Program Manager bei Microsoft, geht es um „Reach all your customer’s devices with one beautiful XAML user interface“. Sein Blog findet sich hier: http://timheuer.com/blog/ .

WPF ist kein Thema mehr, denn aus einer Bibliothek von Features in dem .Net Framework ist das geworden, was der Name versprochen hat: Extensible Application Markup Language, unabhängig von Gerät und Plattform (so lange sie von Microsoft stammt, da Mono für Android noch kein Moonlight enthält und auch Silverlight für Mac ein Microsoft Produkt ist).
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Windows 8 – live von der Build Conference – CSS3

15. September 2011 von Jens Peter Kleinau

HTML und CSS sind schon seit Jahren die Basis für Web-Anwendungen, doch auf dem Client, der lokalen Maschine, spielten sie so gut wie keine Rolle. Doch mit den mobilen Geräten und den semi-mobilen wie Tablet PCs und Netbooks ändert sich das in rasender Geschwindigkeit.

Die neuen grafischen Features in CSS beinhalten einige Features. Besonders gefragt war „text-shadow“ und dies beinhaltet die Farbe des Schatten, die Unschärfe (Blur), die Distanz lassen sich u.a. einstellen.
{ text-shadow: 0.1em 0.1em 0.05em #333; }
Auch lassen sich mehrere Schatten definieren, die übereinander liegen und somit
{ text-shadow: 1px 1px 1px #000, 3px 3px 5px blue; }

Auch Transparenz ist nun enthalten, was ebenfalls eine große Fangemeinde besitzt. Mit „background-clip“ (einigen schon bekannt als „-moz-background-clip“ ) und „opacity“ lassen sich geniale Effekte erzeugen. Für die reine Transparenz von Text und soliden Objekten ist natürlich die Transparenz in der RGB Farbdefinition schneller, da von der Hardware unterstützt.
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